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Als Bezirksmeister Ost traten die U 17-Volleyballer der TSG Eislingen am vergangenen Samstag die Reise nach Ludwigsburg zur Württembergischen Meisterschaft an. Personell waren bis auf den urlaubsbedingt abwesenden Lukas Hordt alle Mann an Bord. Die Stärke der Gegner war im Vorfeld nur schwer einzuschätzen, lediglich den Ludwigsburgern eilte der Ruf einer sehr starken Mannschaft voraus. Bereits bei der Turniereröffnung zeigte sich, dass die meisten Teams den TSG-Jungs körperlich überlegen waren.

Die Eislinger bekamen in der Vorrunde Burladingen, Laupheim und wer hätte es gedacht, auch Ludwigsburg als Gegner zugelost, gegen den man gleich im ersten Spiel antreten musste. Es wurde schnell klar, wieso der Gegner als Turnierfavorit galt. Gut eingespielt, athletisch, groß gewachsen, schnell in der Abwehr und mit einem konsequenten Doppelblock beim gegnerischem Angriff präsentierte sich der Titelaspirant. Nichtsdestotrotz starteten die TSG- Jungs voller Elan in das Spiel. Im ersten Satz gelang es, das Spiel lange offen zu gestalten, lediglich im zweiten Satz wurde der Abstand größer. Das Spiel ging insgesamt hochverdient an die Barockstädter.

Um noch eine Chance auf das Finale zu haben, mussten die beiden folgenden Vorrundenspiele gewonnen werden. Sowohl gegen Laupheim, als auch gegen Burladingen ließ das Eislinger Team nichts anbrennen und gewann jeweils deutlich mit 2:0. Im Halbfinale konnte auch der TSB Ravensburg klar bezwungen werden, welcher immerhin im Anschluss im Spiel um Platz 3 den Bundesliganachwuchs aus Rottenburg mit 2:0 besiegen konnte.

Somit kam es im Finale zur Neuauflage des Turnierauftakts. Gastgeber MTV Ludwigsburg gegen die TSG Eislingen. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Spieler bereits mehr als sieben Stunden Spielzeit hinter sich. Das gesamte Teilnehmerfeld sowie die zahlreichen Fans boten eine angemessene Kulisse für das Finale, das schließlich alle Erwartungen übertreffen sollte. Das Spiel wurde mit zwei Schmetterschlägen von Leon Kristmann am Ludwigsburger Doppelblock vorbei eröffnet. Die Antwort des Gegners kam prompt und durch die Zuschauerränge ging ein erstes Raunen ob des Spielniveaus beider Teams. Es entwickelte sich ein an Spannung nicht zu übertreffendes Spiel. Ball aus der Ecke gekratzt - Rafael Bojdol, ein Lob hinter den Gegnerischen Block - Luka Zeradjanin, am Doppelblock longline vorbei - Paul Stieper. Es war alles dabei, was das Volleyballspiel so attraktiv macht. Die taktische Umstellung mit zwei Blockspielern vorne sowie mehr Druck bei den Aufschlägen bereiteten dem Gegner mehr Probleme als im Vorrundenspiel. Es ging nun hin und her. Durch Kampf und Moral schafften es die TSG-Jungs Mitte des ersten Satzes, die neutralen Zuschauer für sich zu gewinnen. Leider unterlag man mit 20:25 relativ knapp. Dass die Jungs nicht bereit waren das Spiel klar abzugeben, zeigten sie gleich zu Beginn des zweiten Spielabschnitts. Für Rafael Bojdol kam Lars Hansl ins Spiel, der mit seinem Kampfgeist seine Mitspieler noch mehr nach vorne puschte.
Plötzlich kam der Gegner, der bis dahin eine tadellose Leistung gezeigt hatte, ins Straucheln. Bis zur zweiten Hälfte des Satzes konnte sich die TSG einen Vorsprung erarbeiten. Beim Stand von 19:14 landete Luka Zeradjanin bei einer Blockaktion unglücklich und musste ausgewechselt werden. Die anschließende Verunsicherung im Team der TSG nutzte der Gegner, um wieder heran zu kommen und sogar in Führung zu gehen. Aber auch hier bewiesen die Eislinger Nachwuchsvolleyballer Nervenstärke und holten sich den Durchgang mit 25:23. Der Tiebreak musste über den Titelgewinn entscheiden. Alle Kräfte wurden noch einmal mobilisiert und Luka Zeradjanin biss auf die Zähne. Paul Stieper setzte beim Aufschlag den Gegner gehörig unter Druck. Die daraus resultierenden Angriffschancen nutze Leon Kristmann zur 5:1-Führung. Nach weiteren guten Aktionen von Lars Hansl und Luka Zeradjanin stand es 7:3 aus Sicht der TSG, die Halle tobte und der MTV nahm eine Auszeit. Die Ludwigsburger erhöhten nun den Druck bei den Aufschlägen, was der TSG erhebliche Probleme in der Annahme bereite. Die Qualität der Ludwigsburger Aufschläge hätte sicherlich auch vielen Aktiventeams Schwierigkeiten gemacht. Der Gastgeber konnte nicht nur ausgleichen, sondern den Satz noch mit 15:11 für sich entscheiden. Knapp aber verdient holte sich Topfavorit Ludwigsburg somit den Titel des Württembergischen Meisters. Vor der Leistung der TSG-Jungs muss man jedoch absolut den Hut ziehen.

TSG Eislingen U 17 WM K

V.l.n.r.: Coach Johann Kristmann, Luka Zeradjanin, Fan Peter Pöllmitz, Leon Kristmann, Lars Hansl, Rafael Bojdol, Paul Stieper.