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Herren Oberliga

TG Bad Waldsee – TSG 3:2 (21:25, 25:15, 18:25, 25:11, 15:8)

Gleich zu Beginn der Rückrunde setzen die TSG-Volleyballer ein kleines Ausrufezeichen und ergattern beim bis dato verlustpunktfreien Tabellenführer Bad Waldsee einen verdienten Zähler. Trotz erneuter Tiebreak-Niederlage macht dieser Achtungserfolg Hoffnung für die letzten acht Ligaspiele und zeigt, dass sich die TSG im Abstiegskampf noch nicht abgeschrieben hat.

Bereits im ersten Satz witterten die Filstäler die sich bietende Chance. Sichtlich überrascht von der vehementen Gegenwehr des Tabellenschlusslichts präsentierte sich Bad Waldsee nicht ganz so souverän wie im Hinspiel und produzierte ungewohnt viele Fehler. Mit zunehmender Satzdauer legten die Eislinger ihren Respekt ab und spielten nahe an ihrem oberen Limit. In der zweiten Satzhälfte wechselte die Führung, die die Gäste bis zum Ende behaupten konnten.

Der zweite Durchgang nahm den erwarteten Verlauf. Die Kurstädter waren nun gewarnt und reduzierten deutlich ihre Fehlerquote. Auch die gefürchteten Aufschläge der Gastgeber nahmen den Angriffsbemühungen der Eislinger deutlich den Wind aus den Segeln. Der schnelle Satzausgleich war die Folge und ließ den ersten Abschnitt kurzzeitig als Betriebsunfall für die TG aussehen.

Die Eislinger Wundertüte hatte an diesem Sonntagnachmittag aber noch eine Überraschung parat. Eine Aufschlagserie von Markus Eichert sorgte für zunehmende Verunsicherung bei der TG. Alle Beteiligten rieben sich verwundert die Augen, als der Tabellenführer schnell mit zehn Punkten ins Hintertreffen geriet. Selbst für die sonst so gefestigten Bad Waldseer war diese Hypothek zu groß. Zwar schmolz der Vorsprung der couragiert aufspielenden Eislinger zwischenzeitlich auf fünf Punkte, die verdiente 2:1 - Satzführung ließen sich die Gäste aber nicht mehr nehmen.

Der vierte Satz wurde zu einem Sinnbild der bisherigen Saison, in der sich stets Licht und Schatten abwechselten. Alle Bemühungen eines geordneten Spielaufbaus verpufften oder wurden durch den bestens postierten TG-Block zunichtegemacht. Bad Waldsee agierte zudem in Aufschlag und Angriff wie ein Schweizer Uhrwerk und war nun wieder Herr im eigenen Haus. Im Sinne einer Spitzenmannschaft konterte die TG zum 2:2- Satzausgleich.

Der Entscheidungssatz war geprägt von Hektik und doppeltem Verletzungspech auf Eislinger Seite. Die Filstäler mussten gezwungenermaßen bei ihrer Aufstellung improvisieren, da mit Tim Schneider und Thomas Siebel ausgerechnet zwei Annahmespezialisten nicht mehr spielfähig bzw. sichtlich angeschlagen waren. Trotzdem blieb die TSG bis zum 7:8 auf Tuchfühlung und eine Überraschung greifbar. Im weiteren Satzverlauf schwanden allerdings vermehrt die Kräfte und die Präzision ließ nach. Unbeeindruckt von der Dramatik auf der Gegenseite wusste Bad Waldsee seine Chance gekonnt zu nutzen und bleibt ungeschlagen.

Für die TSG spielten: Markus Eichert, Marius Hetmank, Rene Huck, Alexander Illi, Leonid Jurow, Tim Schneider, Swen Schuppler und Thomas Siebel

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