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Herren / Oberliga (Bericht von Swen Schuppler)

TSG - SV 1845 Esslingen 2:3 (27:25, 11:25, 19:25, 25:12, 3:15)

Bereits zum sechsten Mal gipfelte ein Eislinger Oberliga-Auftritt im Tiebreak. Nach dem Kellerduell gegen Mitaufsteiger Esslingen bleibt die Negativserie der Filstäler bestehen. Sowohl die TSG als auch die Reichsstädter lassen nach der Punkteteilung am 13ten Spieltag weiterhin die notwendige Konstanz vermissen und bleiben ohne überlebenswichtigen "Dreier".

Die Eislinger mussten in ihrem Heimspiel kurzfristig auf den Schulter geplagten Leonid Jurow verzichten. Zu allem Überfluss verletzte sich auch noch Viktor Seibert am Sprunggelenk und die TSG musste ab Mitte des zweiten Satzes ohne Wechseloptionen auskommen. Der etwas kuriose Spielverlauf ist symptomatisch für die aktuelle Situation beider Teams. Im ersten Abschnitt konnte die TSG schnell auf 7:1 davonziehen. Die Esslinger konterten ihrerseits mit einem 13:1-Lauf. Doch dies sollte nicht der einzige Führungswechsel gewesen sein. Nach einer kämpferisch überzeugenden Leistung wurde die Aufholjagd der TSG mit der Verwertung des dritten Satzballes gekrönt. Der zweite Durchgang gehörte komplett den Esslinger Gästen, die sich schnell einen vorentscheidenden Punktevorsprung erspielten. Bei der TSG wollte in dieser Phase nicht viel gelingen. Erst der dritte Satz brachte wieder etwas mehr Spannung mit sich. Bis zum 15:15 begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe, ehe sich bei den Eislingern wieder unerklärliche Fehler mehrten. Esslingen nahm die Geschenke dankend an und ging mit 2:1 in Front. Im vierten Satz brachte ein Positionswechsel frischen Wind auf die Eislinger Spielhälfte. Die TSG agierte nun in allen Mannschaftsteilen wie aus einem Guss und machte den Esslingern die Hoffnung auf die ersten drei Tabellenpunkte schnell zunichte. Mit dem deutlichen Gewinn des vierten Abschnittes sollte den Eislingern eigentlich der psychologische Vorteil für den weiteren Spielverlauf gehören. Doch ein Esslinger Aufschlagnetzroller zum 1:0 und die Negativserie im Hinterkopf sorgten schnell für eine neue Verunsicherung bei der TSG. Überaus klar entschieden die Gäste diesen Tiebreak für sich und hinterließen gesenkte Köpfe bei den Filstälern, die es einmal mehr verpassten, sich für eine akzeptable Leistung zu belohnen.

Für die TSG spielten: Markus Eichert, Marius Hetmank, Rene Huck, Alexander Illi, Leonid Jurow (n.e.), Tim Schneider, Swen Schuppler, Viktor Seibert und Thomas Siebel


Damen / Bezirksliga (Bericht von Manfred Gottwald)

TSG – SG Volley Alb 3:0 (25:20, 25:21, 25:21)
TSG – SG Reichenbach/Donzdorf 3:0 (25:16, 25:12, 25:08)

Durch zwei überzeugende Heimsiege erobern sich die TSG-Damen, die krankheitsbedingt auf Nadine Klebon verzichten mussten, den zweiten Tabellenplatz zurück. Die SG Volley Alb hatte wie schon beim Hinspiel, das die TSG im Tiebreak verlor, den besseren Start. Die groß gewachsenen Gästespielerinnen setzten mit mehreren spektakulären Blockaktionen Ausrufezeichen. Schnell geriet das Team um Ersatzkapitänin Nicola Werdon in Rückstand. Mit zunehmender Spieldauer wurde die Partie jedoch ausgeglichener. Die TSG erhöhte den Druck im Aufschlag, was zu leichten Punkte führte. Insbesondere Nadine Siebel hatte einen Sahnetag erwischt. Mit 25:20 holte sich die TSG den ersten Satz. Auch in der Folgezeit blieben die Ballwechsel meist hart umkämpft. Mehrfach rettete die bärenstarke Franziska Pallasch Bälle in höchster Not, was ihr Team dann auch zu nutzen wusste. Die Angreiferinnen ließen sich nun nicht mehr vom gegnerischen Block beeindrucken und spielten wesentlich variabler. Da Volley Alb weiterhin dagegenhielt, blieb auch der zweite Durchgang hart umkämpft, jedoch erneut mit dem besseren Ende für Eislingen (25:21). Selbst eine Verletzung von Marie Hansl im dritten Spielabschnitt konnte die TSG nun nicht mehr stoppen. Die eingewechselte Karolin Eckert machte eine klasse Partie. Die stabile Annahme um Libera Daniela Hauptfeld und Danijela Vetter ermöglichten es Zuspielerin Nicola Werdon, viel über die Mitte zu spielen. Durch ein 25:21 holte sich die TSG wichtige Punkte im Kampf um die vorderen Plätze.

D1 redo rueck klein

Nicht ihren besten Tag hatte die SG Reichenbach/Donzdorf im zweiten Spiel des Tages erwischt. Durch eine schwache Annahme konnten die Mädels von Coach Hannes Dekrell nie die eigentlich starken Angreiferinnen in Szene setzen. Die nun auf der Diagonalposition eingesetzte Carina Illi überzeugte vor allem im Block, wo sie sich im Laufe der Saison kontinuierlich gesteigert hat. Während die zahlreichen früheren Derbys fast immer hart umkämpft waren, landeten die TSG-Mädels an diesem Tag einen deutlichen und ungefährdeten 3:0-Erfolg.

Für die TSG spielten: Karolin Eckert, Marie Hansl, Daniela Hauptfeld, Carina Illi, Franziska Pallasch, Nadine Siebel, Danijela Vetter, Nicola Werdon


Herren 2 / Bezirksliga (Bericht von Julian Roos)

TSG II – VSG Langenargen/Kressbronn 3:1 (25:21, 25:22, 19:25, 25:16)
TSG II – SV Unlingen 2:3 (17:25, 26:24, 25:15, 20:25, 10:15)

Am dritten Spieltag der Rückrunde bekam es die zweite Herrenmannschaft mit den beiden Extremen der Tabelle zu tun. Mit dem VSG Langenargen/Kressbronn waren der Letzte und mit dem SV Unlingen der ungeschlagene Erste der Bezirksliga Süd zu Gast. Glücklicherweise standen für diese Aufgaben an diesem Heimspieltag ein in Quantität und Qualität bestens bestückter Kader zur Verfügung.

Im ersten Spiel zeigte die TSG schon zu Beginn, dass sie nicht bereit war, gegen das Tabellenschlusslicht wichtige Punkte liegen zu lassen. Durch einen geordneten Spielaufbau und eine hohe Chancenverwertung ging die TSG mit einem ungefährdeten, aber dennoch umkämpften 25:21 in Führung. Auch nach Spielerwechseln auf drei Positionen entwickelte sich im zweiten Spielabschnitt zunächst ein einseitiges Spiel zugunsten der TSG. Leider vergaben die Filstäler durch zu viele Eigenfehler und einen immer besser agierenden Angriff der Gäste, eine sieben Punkte Führung zur Mitte des Satzes. Die Mannschaft bewies aber Nerven und drehte einen 20:21 Rückstand noch zu einem 25:22 Erfolg. Im dritten Satz war sich die TSG des Sieges wohl zu sicher und agierte nicht mehr auf der Höhe des Geschehens. Folgerichtig ging Durchgang drei an die Gäste vom Bodensee. Im vierten und letzten Satz erhöhte die TSG dann aber wieder deutlich die Schlagzahl und gewann das Spiel mit einem abschließenden 25:16.

Hoch motiviert und mit dem Vorhaben dem Spitzenreiter ein möglichst schweres Spiel zu bieten, gingen die Eislinger dann in das zweite Spiel. Von Beginn an entwickelte sich ein äußerst ansehnliches Spiel auf höchstem Bezirksliganiveau. Da die TSG aber trotz einer hervorragenden Ballverteilung von Zuspieler Philipp Doll gegen den generischen Block keinen Stich machte, die Unlinger andererseits aber nahezu jede Chance nutzen, ging Satz eins klar mit 17:25 an die Gäste. Mit dem Bewusstsein, dass man trotz des deutlichen Satzverlustes kein schlechtes Spiel zeigte, gelang es der TSG immer besser ins Spiel zu kommen. Mit mehr Varianten im Angriff und einer gefestigten Annahme war die TSG bis zum 19:20 immer in Schlagdistanz. Doch in der entscheidenden Phase sahen sich die Filstäler dann plötzlich mit dem zweiten Satzverlust konfrontiert, da die Gäste auf 20:24 enteilten. Mit viel Kampfgeist, den Zuschauern im Rücken und sicherlich auch mit etwas Glück drehte die TSG diesen Rückstand aber noch zu einem 26:24 Satzgewinn. Durch diesen Coup beflügelt verlief der dritte Spielabschnitt völlig anders als die Sätze eins und zwei. Ein erstklassiger Spielaufbau mit einem wieder einmal glänzenden Zuspieler Philipp Doll ermöglichte es der TSG nach Belieben zu Punkten. Der gefürchtete gegnerische Block wurde regelrecht schwindelig gespielt und die TSG beendete Satz drei mit einem überraschend deutlichen 25:15. Spätestens jetzt schien die ganz Halle an einen Überraschungserfolg zu glauben. Bis zum 14:15 für Unlingen war der vierte Spielabschnitt völlig offen und allen Eislinger Akteuren war anzumerken, dass sie alle Kraft für einen möglichen 3:1 Erfolg in die Waagschale warfen. Dieses Mal behielten die Gäste aber in der entscheidenden Phase die Oberhand und erzwangen mit 20:25 eine Entscheidung im Tiebreak. In diesem neunten Satz an diesem Spieltag mobilisierte jeder Spieler noch einmal jede noch so kleine Kraftreserve. Dennoch führten die sich häufenden Eigenfehler und die schlussendlich fehlende Durchschlagskraft zu einem am Ende zwar hart umkämpften, aber verdienten Sieg für die Gäste aus Unlingen. Trotz dieser Niederlage kann die TSG diesen Spieltag als vollen Erfolg verbuchen. Erstens bleibt die TSG mit den vier Punkten auf Schlagdistanz zum Saisonziel Platz drei, aber eher noch wichtiger ist die Tatsache, dass diese Mannschaft mit viel Spielfreude Volleyball auf höchstem Niveau zeigen kann und gleich drei Jugendspieler problemlos auf diesem Niveau integrieren kann.

Für die TSG spielten: Philipp Doll, Alexander Funk, Jens Kreißig, Leon Kristmann, Julian Roos, Max Rosenauer, Steffen Schmid, Jonas Steegmaier Oliver Wilhelm, Dimitri Wilhelm und Timo Wolff

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