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Melissa Finteis und Antonia Schmid von der TSG Eislingen erreichen einen sensationellen 5. Platz bei den Deutschen U17 Beachvolleyball – Meisterschaften in Magdeburg

Am vergangenen Wochenende wurde in Magdeburg der Titel bei den Deutschen U17 Beachvolleyball – Meisterschaften vergeben. Als Nachrücker wurde das Team Finteis/Schmid auf Platz 23 in einem 24er Feld gesetzt. Die Anreise am Mittwoch und das Training in den beiden Tagen vor dem Turnier erwiesen sich als wichtige Grundlage für den weiteren Verlauf, denn das sich vertraut machen mit den örtlichen Wind- und Sandbedingungen war ein entscheidender Baustein in der stetigen Entwicklung des Eislinger Duos. Im ersten Vorrundenspiel wartete mit dem Duo Grüne/Kunst kein Geringerer als der amtierende Deutsche U18-Vizemeister und Bundespokalsieger. Die anfängliche Nervosität auf Seiten der Eislingerinnen konnte nach und nach abgebaut und mit einer knappen Niederlage ein Achtungsergebnis (9:15, 13:15) erzielt werden. Im nächsten Spiel gegen Altmann/Gretzschel aus Sachsen wurde Dank einer weiteren Verbesserung im taktischen und spielerischen Bereich der erste Sieg eingefahren. Vor allem das Spielkonzept, die Bälle weiter innen und nicht so hoch zu spielen, erwies sich bei dem stärker aufkommenden Wind als gewinnbringend. Im letzten Vorrundenspiel konnte mit einem Sieg gegen das Hamburger Duo Krosigk/Meinck der zweite Platz in der Gruppe erreicht werden, wobei eine erneute Leistungssteigerung zu verzeichnen war. Am Samstag ging es dann im 16er Feld im Double Out System gegen das Team Günter/Schupritt aus Südbaden/Württemberg. Im ersten Satz waren die Unterschiede noch zu groß, was vor allem die Schlagvariabilität betraf. Dieser ging deutlich mit 6:15 verloren. Der zweite Satz konnte durch hohe Einsatzbereitschaft und mehr Mut ausgeglichener gestaltet werden. Leider wurde dies nicht mit Erfolg gekrönt, denn beim Stand von 14:14 entschieden zwei Eigenfehler zugunsten des Gegners. Damit musste man in den Looser-Pool. Dort wartete das Kieler Team Hammerich/Reinicke. Im beginnenden Regen konnte mit einer starken Annahme und Abwehr ein Sieg eingefahren werden (15:7, 17:15). In der nächsten Runde kam es zu einer Neuauflage des Finales bei den Württembergischen Meisterschaften. Bei strömendem Regen mussten Finteis/Schmid gegen das befreundete Team Henke/Schmidt antreten. Die neu gewonnene Schlagvariabilität und eine starke Feldabwehr waren der Garant für den Gewinn des ersten Satzes (15:12). Ein Verlassen der spielerischen und taktischen Linie kostete den zweiten Satz (8:15). Der dritte Durchgang war ein Spiegelbild des ersten Satzes und wurde dementsprechend mit 15:12 gewonnen. Im letzten Spiel des Tages ging es gegen den Sachsenmeister Lieb/Stöckmann um den Einzug in das Viertelfinale. Eine weitere Leistungssteigerung in Angriff und Abwehr war für den Gewinn des ersten Satzes ausschlaggebend (15:11). Das Verlieren der Souveränität und ein zu schwacher Aufschlag brachte die Gegner zurück ins Spiel und kostete den zweiten Durchgang (7:15). Das Wiederfinden des Mutes zum aggressiven Aufschlag und Angriff sowie die aufopferungsvolle Abwehr wurden mit dem Sieg im Tiebreak (15:12) und dem Weiterkommen belohnt. Somit waren mit dem sicheren 5. Platz bereits am Samstag alle gesteckten Ziele mehr als erreicht.

DM Finteis Schmid

Am Sonntag Morgen spielten die TSG-Mädels um den Einzug ins Halbfinale. Es wurde jedoch schnell deutlich, dass das Eislinger Duo in einem Mannschaftspool angekommen war, in dem die Teams über wesentlich mehr Beachvolleyballerfahrung und damit eine deutlich größere Routine und Souveränität in den Aktionen verfügen. Das Spiel gegen das Duo Lefherz/Schieder aus Berlin/Bayern wurde eine klare Sache (9:15, 8:15) für die Gegner. Die Enttäuschung hielt sich jedoch in Grenzen und die Freude über den 5. Platz überwog deutlich. Die Platzierung stellt alle bisherigen Erfolge der TSG Eislingen in den Schatten.

Einen gehörigen Anteil an diesem Erfolg hatte unter anderem Landestrainer Sven Lichtenauer, der mit wichtigen Informationen über die Gegner, der Analyse der eigenen Fähigkeiten und dem Training vor dem Turnier einen wichtigen Grundstein für das gute Abschneiden legte. Tatjana Oravec, Mutter der gegnerischen Spielerin Iane Henke, hatte den Fahrdienst und Frühstücksservice übernommen. Sie wurde mit dem Rausschmiss ihrer Tochter aus dem Turnier "belohnt".

Heimtrainer Thomas Siebel, der sein Team vor Ort unterstützte, war sehr stolz auf seine Zöglinge. Der Weg bis in die erweiterte Spitze der deutschen Beachvolleyballjugend war lang und nicht einfach. Immer wieder blieb dem Duo bereits auf württembergischer und süddeutscher Ebene lediglich der zweite Platz, der ganz große Erfolg blieb ihnen bislang jedoch verwehrt. Seit dem vergangenen Wochenende ist dieser "Makel" jedoch Geschichte. Als Außenseiter in das Turnier gerutscht und mit einem unglaublichen Lernprozess als 5. bei den Deutschen Meisterschaften abzuschließen, muss als sensationell beschrieben werden. Es wird spannend zu verfolgen sein, ob sich diese Entwicklung fortsetzen lässt. Sollte dies der Fall sein, dann darf man sich auf weitere Erfolge der Eislinger Volleyballmädels im Sand freuen.

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